Goldstickerei

Die Goldstickerei aufgrund Schönheit seiner Kunstform verbreitete sich schnell von Babylon auf andere Länder. Auf dem Territorium von Usbekistan ist die Goldstickerei nach den archäologischen Funden seit dem Altertum bekannt. Z.B. auf einzigartigen Resten der Wandmalereien des 6.-8. Jahrhunderts im Palast von Afrasiab (in heutigem Samarkand) sind die Darstellungen von Menschen in eleganter, goldbestickter Kleidung zu sehen.

Als offizielle Hofkunst florierte diese Kunst auch sehr am Hof des Amir Timur im 14. Jahrhundert. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts fand dieses Handwerk seine Fortsetzung am Hofe der Emire von Buchara. Eine beträchtliche Anzahl Goldstickereien aus dem Besitz der Emire von Buchara Nasrullo (1827-1860), Abdulahad-Khan (1895-1911) und Alim-Khan (1911-1920) sind bis heute in Museen erhalten geblieben.

Im 19. und 20. Jahrhundert benutzten die Künstler der Goldstickerei Samststoff. Samt war besonders beliebt. Neben Samt, Seide und Wollstoffen wurde auch Leder bestickt. Samt wurde grundsätzlich für die Stickerei auf Mäntel benutzt. Seidenstoffe wurden für Gewänder, Kopftücher und Gürtel verwendet.
Halbseidenstoffe wurden für die Herstellung von Gebrauchs-und Verbrauchsgütern, wie z.B. Gebetsteppiche, Kissenbezüge, eingesetzt. Für Frauen wurden Ledergaloschen bestickt. 

Was waren es für Gold- und Silberfäden, die zum Sticken verwendet wurden? Es waren dünne Metallfäden, die dicht auf Seide gesponnen wurden. Für die Herstellung von goldenen Fäden wurden silberne Fäden vergoldet. Soloche Fäden waren bereits in Babylon und im alten Ägypten bekannt. Neben Goldfäden wurden auch gefärbte gesponnene und nicht gesponnene Seide verwendet.

Meister der Goldstickerei in Usbekistan erschafften erstaunliche handgemachte Produkte, wie Kippas, Kaftane, Gebetsteppiche und viele andere Dinge - jedes Produkt ein wahres Kunstwerk.