Teppichweberei

Die Teppichweberei ist eines der ältesten Handwerke in Zentralasien. Diese Kunst wurde seit alter Zeit durch reiche und originelle Verzierungen, eine Vielfalt von Farben und der Kunst der Darstellung sehr berühmt. Alle orientalischen Städte assoziiert man mit bunten und märchenhaften Teppichen. So kann ein usbekisches Haus kaum ohne schöne Teppiche auskommen. Sie schaffen eine behagliche Atmosphäre, Komfort und schützen vor dem Bösen. In der Regel werden sie aus Wolle, Baumwolle und Seidenfasern hergestellt.
Eine der ältesten Formen von Teppich ist die Filzmatte. Filz wurde verwendet, um den Boden und die Oberfläche der Jurte abzudecken. Farben des Filzes sind weiß, grau und dunkelbraun.
Moderne usbekische Teppiche sind für ihre abstrakten Ornamente und magischen Symbole berühmt. Farbe und Ornamente der Teppiche unterscheiden sich abhängig von der Region. Teppiche aus Samarkand weisen moderate Ornamente auf und sind grundsätzlich schwarz, rot und blau. Teppiche aus Buchara sind bemerkenswert für ihre mehrfarbigen Muster. Teppiche mit roten und blauen Streifen herrschen im Fergana-Tal vor und Teppiche mit floralen Ornamenten findet man in Chiwa.
Besonderes Augenmerk sollte man auf Teppiche aus Seide gelegt werden. Ihre Herstellung erfordert eine besondere Behandlung, Professionalität und Kompetenz. Ein Quadratmeter einer solchen Ware besteht aus Tausenden von Knoten und die Arbeit kann mehrere Monate dauern. Die Farben verblassen über Jahre nicht.
Usbekische Handwerker entwickelten nicht nur diese Kunstform weiter, sondern schafften auch neue Techniken und Methoden in der Behandlung, dem Färben und Weben von Teppichen.
Einen Orientteppich kann man mit einem guten Wein vergleichen - je älter er ist, desto höher ist sein Wert für den Eigentümer.