Holzchnitzerei

Die Holzschnitzerei ist eine der ältesten angewandten Kunstformen in Usbekistan. Man verwendet verschieden Holzarten wie Ulmen-, Nuss-, Platanen-, Trauerweiden-, Maulbeer- oder Aprikosenholz.Aus Nuss und Ulmen werden Türen und Säulen geschnitzt. Nussholz dient auch für Schatullen, Buchständer, Kleiderschränke, Tische und Bleistiftkästen. Das Holz der Trauerweide ist bekannt für seine Weichheit und kommt bei der „Panjara“- Gitterfensterherstellung zum Einsatz. Musikinstrumente werden aus Maulbeerholz gefertigt. Aprikosenholz wird dabei für Dekorationen verwendet.Alle Arten von Holz werden vor der Bearbeitung lange getrocknet und in einem trockenen und warmen Raum für lange Zeit gelagert. Bis heute haben usbekische Handwerker eine wahrlich meisterhafte Beherrschung der Schnitzerei erreicht. Bei Schnitzerei gibt es drei grundlegende Stile: "bagdadi", "islimi" und "pargoni". Der "bagdadi"-Stil stellt die geometrischen Mustern dar. Der "pargoni"-Stil repräsentiert eine flache Reliefschnitzerei. Holzschnitzer markieren Verzierungen in Form von Kreisen, Dreiecken und Quadraten. Der "islami"-Stil ist ein kompliziertes Blumenmuster. Zunächst zeichnet der Künstler das Ornament auf Papier und schnitzt es danach im Holz. Heute in Usbekistan lassen sich herrliche Arbeiten der Architektur, des Gebäudedekors und verschiedener Alltagsgegenstände überall finden.