Buchara

Buchara, eine der ältesten Städte Zentralasiens, liegt am linken Ufer des Flusses Zerafshan und trägt die Prädikate "Nobles Buchara", "Stern der muslimischen Welt" und "Paradies des Orients", die der Stadt von mehreren Philosophen unterschiedlicher Epochen verliehen wurden. Buchara war für lange Jahre ein Zentrum der Wissenschaft und Kunst, des Handwerks und des Handels. Die Stadt hatte eine profitable geografische Lage an der Kreuzung von mehreren Handelsstraßen.Zweige der Großen Seidenstraße zwischen China und Indien, Persien und Europa führten durch Buchara. Es beherbergte Märkte mit Gewürzen, Schmuck, Messer aus Edelmetall, bunten Seiden- und Baumwollstoffen, Teppichen usw. 

Das heilige Buchara ist über 2500 Jahre alt. Mehrere Grabungen und archäologische Funde beweisen, dass diese Stadt mit ihrer langen und reichen Geschichte, immer an der gleichen Stelle existierte. Buchara überlebte viele Eroberungen und Zerstörungen, setzte aber seine Entwicklung immer wieder fort.

Archäologen und Wissenschaftler entdeckten zahlreiche wertvolle Artefakte in den Erdschichten der Zivilisationen.

In chinesischen Chroniken erschien die Stadt zum ersten Mal im 2. Jahrhundert v. Chr. unter dem  Nen "Pu Kho" und war ein Teil des Kanguy Staates. Im 5. Jh. gelangte Buchara zum Ephtaliten Staat und gehörte vom 6.-7. Jh. zum westlichen Teil Turk Khanats. Der Islam verbreitet sich hier rasch und die ersten muslimischen Gebäude erschienen im 8. Jahrhundert. Das 10. Jh. ist eine Zeit der kulturellen Blüte, in der sich der Wohlstand in der Stadt verbreitete. Buchara wurde zur Hauptstadt des Samaniden Reiches sowie eines der bedeutendsten kulturellen Zentren der muslimischen Welt. Das Samaniden Mausoleum ist immer noch beeindruckend mit seinen Formen, seiner Größe und Dekoration. 

Buchara wurde ebenfalls ein Opfer der verheerenden Truppenstärke Dschingis Khans im 13. Jahrhundert. Die Eroberer verschonten weder Stadt noch ihre Bürger. Unter der Regentschaft von Amir Timur wurde Buchara neu belebt. Er richtete angemessene Aufmerksamkeit auf die Entwicklung von Handwerk und Handel und Buchara erlangte seinen Status als wichtigste Stadt der Großen Seidenstraße zurück.
Buchara gehörte auch zum Herrschaftsbereich von Ulugbek, dem Enkel Timurs im 15. Jahrhundert. Eine herrliche Koranschule überstand seine Regierungszeit bis heute. Buchara war die Hauptstadt der Sheybaniden und Aschtarchaniden Dynastien in 16./17. Jahrhundert. Die Moscheen und Medresen, Karawansereien und Badehäuser, ihre Gebäude und die Mausoleen in der Festung konnten durch befestigte Stadtmauern verteidigt werden. Ab 1747 wurde die Stadt zum Zentrum des Emirats von Buchara und eine Epoche wirtschaftlicher Prosperität folgte. 1868 wurde die Stadt ein Vasall des russischen Reiches. Es war die Zeit der Hochkonjunktur von Industrie und Bauwesen, von Banken und Fabriken. Der Emir wurde 1920 entthront und in Buchara wurde eine sowjetische Volksrepublik proklamiert. Seit 1991 ist Buchara die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der Republik Usbekistan.
Epochen kamen und gingen, Herrscher und Regime änderte sich, aber die antiken Monumente in der Altstadt von Buchara, zeugen immer noch von der herrlichen Vergangenheit der Stadt.